Einheimische und ihre Stadt

B1-B2 Niveau

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Besuche ….., weil……

Hier die Ergebnisse:

 

Bologna besuchen, weil…

von Annalia Leone

Der Stadt Bolognas fehlt nur das Meer! Ihr könnt aber in weniger als einer Stunde locker dort ankommen, auf jeden Fall werdet ihr kein Bedürfnis danach verspüren. Denn Bologna wird euch mit ihren Wunderdingen bezaubern!

Vom Herz der Stadt ausgehend, kann man die Geschichte anhand mehrerer Bauwerke bewundern: die Türme, insbesondere der berühmte Asinelli Turm, von dem man einen atemberaubende Blick genießt; der imposante Nettuno Brunnen; der Maggiore Platz mit der S. Petronio Kirche und der „Crescione“ und die Bibliothek Archiginnasio sind nur einige der viele Sehenswürdigkeiten Bolognas.

Wenn ihr hungrig seid, seid ihr am richtigen Ort, weil man hier köstliche Spezialitäten, wie Tortellini, Lasagne, Schweinfleisch, typische Süßwaren und vortreffliche Weinen probieren kann .

Mehr ist aber unterwegs! Bologna beherbergt viele Museen mit Dauerausstellungen, wie die Pinakothek; oder historische Gebäude, die jedes Jahr mehrere internationale Ausstellungen, wie das Mambo oder Albergati Palast, auf nehmen.

Das Bestes ist aber einfach durch die Stadt zu bummeln: Man kann auf diese Weise die echte Atmosphäre Bolognas völlig genießen, zum Beispiel beim Gang unter den Arkaden Spazierengehen, die bedeutende Graffitis im Universitätsviertel und Spürt die Atmosphäre dieser lebendigen und kompletten Stadt.

Piacenza

von Fabiola Albertazzi

Piacenza liegt am Fluss Po und sie ist die zweitkleinste Stadt der Region Emilia Romagna. Die Stadt hat zirka 100.000 Einwohner und befindet sich an der Grenze zur Region Lombardei, aus diesem Grund denken viele Menschen, dass Piacenza in der Lombardei liegt. Dank ihrer Position findet man viele typische Elemente von diesen zwei Regionen in Piacenza. Zum Beispiel, enthält der Dialekt dieser Stadt Worte, Ausdrücke und Redewendungen, die dem emilianischen Dialekt und dem lombardischen Dialekt ähneln.

Das Symbol der Stadt ist eine Wölfin, weil Piacenza die erste römische Siedlung war. Tatsächlich zeigt die Flagge der Stadt eine Wölfin auf einem weißen und roten Hintergrund und in der Nähe des Bahnhofs findet man das Denkmal „Alla Lupa„, das eine Kopie von „lupa capitolina“ ist. Außerdem wurde Piacenza „la Primogenita“ genannt, weil sie im Jahr 1848 die erste Stadt des Königreichs Italien wurde. Die berühmtesten Museen sind Palazzo Farnese, wo man „fegato etrusco„, „Tondo Botticelli“ und das Museum der Karossen finden kann, und die Galleria Alberoni, wo man den „Ecce Homo“ von Antonello da Messina bewundern kann.

Möchten Sie etwas essen oder trinken? Im Stadtzentrum gibt es vielen Gasthäuser, wo man sich an typischen Gerichten erfreuen kann. Aber es gibt auch viele modische Restaurants, wo man Gerichte aus der ganzen Welt probieren kann. Wenn Sie einen Urlaub in Piacenza verbringen, probieren Sie die drei berühmtesten Gerichte der kulinarischen Tradition: „Coppa Piacentina DOP„, die eine Art von Aufschnitt ist, „pisarei e fasö„, eine Art von Pasta mit Bohnen, und „tortelli con la coda„, eine Art von Pasta gefüllt mit dem Ricotta und den Blattspinat.

Wenn Sie die Provinz besuchen möchten, gibt es in der Provinz Piacenza eine der bekanntesten italienischen Ortschaften: Bobbio, eine romantische Ortschaft, wo man ein wunderbares Panorama bewundern kann.

Wenn Sie andere Informationen über Piacenza brauchen, kontaktieren Sie uns auf unserer Webseite!

Crevalcore
Yuliya Turyanska

Besuche Crevalcore, eine typische italienische Ortschaft, die sich in der Nähe von

Bologna befindet.
Hier können Sie ein wunderschönes mittelalterliches Zentrum ansehen. In der Mitte
kann man die Kirche Heiliger Sylvester und auch die Statue Marcello Malpighi, ein
berühmter Arzt, der in Crevalcore geboren ist, erblicken. Am Rand des Zentrums
kann man durch zwei Tore gehen, eine von Bologna und eine von Modena.
Außerdem gibt es in Crevalcore drei Museen, die einen Besuche lohnen: das
Museum des Friedens, wo man die Fundstücke des Ersten Weltkriegs von Carso
finden kann; das Museum der Uhr, wo verschieden Typen der Uhren ausgestellt
sind und das Museum der Handpuppen.
Die Geschichte seines Namens ist kurios: er kommt von der Bodendürre, weil einmal
nur Moor da war. Aber es ist auch an eine Legende gebunden, nach der es wegen
des Schmerzes der römischen Soldaten als ihre Konsul starb so heißt.
Wer eine kulinarische Spezialität von Crevalcore schmecken möchte und Gemüse
mag, sollte letztlich die Karden mit Parmesankäse und Trüffel probieren.

BESUCHEN SIE MODENA, WEIL...

von Jessica Tedeschini

Die mittelalterliche Stadt Modena ist ein Paradies für alle Liebhaber der Kultur, Geschichte, Kunst und gutem Essen. Schon angekommen fühlt sich jeder Besucher wie im Mittelalter
dank der Struktur und den historischen Gebäuden in der ganzen Stadt.
Auch alle die Autoliebhaber können hier ihre Paradies finden: Modena ist, mit Maserati und Ferrari,in der Tat, das Herz des Landes der Motoren, die in der benachbarten Stadt Maranello gegründet wurde. Die Emilia Romagna ist ein Leckerbissen für alle, die das gutes Essen lieben:
nicht nur wegen Aceto Balsamico di Modena sondern auch wegen Parmesankäse, Lambrusco und Tortellini, die in alle Welt exportiert werden. Wenn man ein bisschen Entspannung finden will nach einem intensiven kulturellen Besuch, kann man sich in verschiedene Regionalparks in der Nähe von Modena entspannen.
LAGE:
Modena ist eine norditalienische Stadt, die im Zentrum der Emilia Romagna liegt und sie die Nachbarin Reggio Emilias und Bolognas ist. Diese Universitätsstadt ist am südlichen Rand der Poebene gelegen und südlich der Stadt kann man die Apenninen finden.
SEHENSWÜRDIGKEITEN:
Das bekannteste Monument befindet sich im Zentrum der Altstadt: die Piazza Grande mit dem San Geminiano Dom und die Ghirlandina, ein Glockenturm, der la Secchia Rapita aufbewahrt. Auf der Piazza Grande befindet sich weiterhin das Rathaus der Stadt mit einem Turm aus dem 12. Jahrhundert.
Wichtig ist der Museumspalast, ein Anziehungspunkt, wo der Besucher die starke Verbindung der Stadt mit Kultur und Geschichte entdecken kann. Mit einer Tour der Stadt, kann der Besucher auch Piazza Roma mit der Militärakademie und der Statue Ciro Menottis schätzen.
Für alle Autoliebhaber ist es möglich die Wurzeln der bekanntesten Autofirma der Welt im Museo Casa Enzo Ferrari mit der Hilfe einer photographischen Ausstellung, die auch Motoren und Autos enthält zu entdecken.
Für den, der wegen dem guten Essen gekommen ist, kann der Albinelli Markt eine leckere Attraktion sein: dort kann der Besucher alle Spezialitäten Modenas finden und kaufen. In Modena hat Bottura sein Restaurant “Osteria Francescana”, wo man auch typische Gerichte in einer speziellen Atmosphäre essen kann.
Diese Stadt ist auch das Zuhause Pavarottis und es gibt die Möglichkeit sein Haus zu
besichtigen und eine Reise in den italienische Bel Canto machen. Pavarotti hat auch eine
Statue neben dem Theater, die ein Tribut an seine Persönlichkeit ist.
Um Modena komplett zu genießen, kommen Sie her und probieren Sie das modenesische
Leben!

Besuche Parma, weil…

von Sara Speroni

Parma ist eine Stadt in der italienischen Region Emilia-Romagna und es ist die zweitgrößte Stadt der Region. Es gibt viele gute Gründe, diese Stadt zu besuchen, aber die wichtigsten sind: Kunst und Essen. Die Hauptattraktion des historischen Zentrums von Parma ist der Dom mit der bemalten Kuppel von Correggio. Neben dem Dom befindet sich das Baptisterium, das die Verbindung zwischen romanischem und gotischem Stil darstellt. Es gibt auch viele Museen (wie „Galleria Nazionale“), Kirchen (wie die San Giovanni Kirche) und Paläste (wie „Palazzo della Pilotta“) zu besuchen. Die Stadt Parma ist bekannt für lyrische Musik. Das repräsentativste Gebäude in diesem Sinne ist das neoklassische Teatro Regio, ein Stadttheater, das als eines der bedeutendsten traditionellen Theater Italiens bekannt ist. Es wurde 1821 vom Architekten Nicola Bettoli für die Herzogin Maria Luigia gebaut. Jedes Jahr im Oktober gibt es das Verdi Festival, es ist dem berühmten Komponisten gewidmet. Im Jahr 2015 wurde Parma von der UNESCO zur „Stadt der Gastronomie“ ernannt. In Parma kann man viele typische Köstlichkeiten essen: Anolini, Parmigiano Reggiano, Prosciutto di Parma, Torta Fritta, Tortelli d’erbetta usw. Parma ist eine in der Natur getauchte Stadt: man kann sich in „Parco Ducale“ oder in den Hügeln von Tabiano entspannen. Die „Parmigani“ sind freundliche Menschen und Ihr Besuch wird eine gute Erfahrung sein.

 

 

Werbetext über Modena

Elisa Davì

Modena, Land der  Motoren und des guten Essens, ist das perfekte Reiseziel für alle. Vom MEF (Geburtshaus von Enzo Ferrari), bis zu historischen Sehenswürdigkeiten und typischem Geschmack, bietet Modena vor allem die Möglichkeit an, einen Urlaub zu verbringen, wo man die verschiedenen Seiten dieser Stadt entdecken kann.

Modena ist eine kleine und gemütliche Stadt, und das Zentrum ist ihre erste Attraktion. Der Dom, ein Beispiel der Romaniker, ist Erbe des UNESCO, und der Glockenturm, die Ghirlandina, ist eines der Symbole der Stadt. Lasst euch faszinieren  von typischen Gassen und Plätzen des Zentrums, wo man einen Kaffee in einer Bar trinken kann.

Zum Mittag- oder Abendessen probieren Sie unsere Küche, die nach „Lonely Planet“ die beste Küche Italiens ist. Man kann Typisches in den Gaststätten im Zentrum essen, oder es in den Wirtshäusern in den Hügeln in der Nähe von Modena probieren.

Modena ist auch eine historische Stadt, wie man an der Mischung von alten und neuen Gebäuden sehen kann.  Im Museumspalast ( Palazzo die Musei ), dem berühmtesten Museum in Modena,  kann man zum Beispiel verschiedene historische Funde, Bilder und alte Objekte bewundern, die mit Modenas Geschichte verbunden sind.

Die beste Zeit, um Modena zu besuchen ist der späte Sommer, während des Festivals der Philosophie. Es ist ein Festival, das ein Wochenende dauert, wo viele Philosophen, Schauspieler, Journalisten und andere berühmte Persönlichkeiten über ein Thema sprechen und alle Vorträge sind total frei. Das ist der Moment, in dem viele Touristen Modena besuchen, und die Stadt wird immer lebendiger.

Brauchen Sie noch weitere Informationen über Modena? Kontaktieren Sie uns  auf unserer Webseite!

BESUCHE BOLOGNA, WEIL…

Von Linda Gallerani

Bologna ist die Stadt, wo die Einwohner nie weggehen und wo die Studenten, die aus einer anderen Stadt kommen, bleiben möchten.

Sprechen von Orten, die kostenlos sind oder kostengünstig sind, Maggiore Platz ist der Ort wo man die zwei Symbole der Bologneser Landschaft findet, d.h. der Nettuno Brunnen und die San Petronio Basilika. Am selben Ort soll man die Sala Borsa besuchen: sie ist die demokratischste Bibliothek Europas, die im Jahr 2001 geöffnet wurde. Sie befindet sich innerhalb des d’Accursio Palastes, und sie ist besonders, weil man unter ihrem Glasboden etruskische und römische Ruinen sehen kann.

Trotz der ungemütlichen Kopfsteinpflaster und der teuren Läden, ist vielleicht Santo Stefano Platz der schönste der Stadt. Hier findet man die Sieben Kirchen, die seit dem Jahr 100 nach Christus gebaut wurden. Eine weitere beliebte Anziehung ist das kleine Fenster im Piella Straße, über dem Molinekanal.

Im Bologna hört man oft die Satz „wenn etwas passiert, gehe Ich zu Fuß nach San Luca“. Man kann das San Luca Heiligtum, der auf einem Hügel liegt, zu Fuß erreichen. Die Arkaden gehen von dem Zentrum der Stadt und sie haben 666 Bögen als Symbol für den Teufel, der von der Jungfrau Maria besiegt wurde. An sonnigen Tagen, kann man um eine schöne Aussicht von Bologna zu sehen, auch San Michele in Bosco oder die Margherita Gärten besuchen.

Das Essen ist eine Besonderheit Bolognas. Im Zentrum gibt es viele ausländische Läden neben genauso vielen traditionellen Restaurants. Wir sind die Heimat der Pasta fresca, die man auf drei Arten schmecken soll, d.h. Tortellini, Tagliatelle und Lasagne. Zuppa imperiale und Passatelli sind weitere beliebte erste Gänge. Als zweite Gang gibt es die berühmte Cotoletta alla Bolognese: sie wird in Butter gebraten und dann im Ofen mit Brühe, Schinken und Parmiggiano Reggiano weiter gekocht. Tigelle und crescentine begleiten zahlreiche Wurstwaren.

Wir erleben das Nachtleben, das auf die Zamboni Straße oder Pratello Straße konzentriert, wo man Brauereien findet kann, aber auch Diskotheken, die allerdings mehr am Stadtrand sind.

Bologna ist die richtige Stadt um gut zu essen, Spaß zu haben und im Allgemeinen eine schöne Zeit zu haben.

 

 

Tourismusprojekt: Verborgene Schätze in Modena

Lieben Sie Bücher? Dann ist eine Besichtigung des Palazzo Coccapani genau das Richtige:

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Projekt für DaF:

Was kann man tun, wenn man im Ausland DaF unterrichtet, um den Unterricht realistischer zu gestalten. Welche echten Aufgaben warten auf Menschen in Italien, die gut Deutsch können?

Eine Idee ist zum Beispiel, die eigene Umgebung zu erforschen und interessante Orte, Geschichten und Begebenheiten, für deutschsprachige Touristen zu beschreiben und zu veröffentlichen.

Wir haben den Palazzo Coccapani, in dem wir uns mit dem Sprachenzentrum im Erdgeschoss befinden, erkundet. Im ersten Stock gibt es nämlich die antike Akademie „Accademia delle Lettere“, die in wunderschönen, historischen Sälen untergebracht ist.

Diese wurde uns von einem Architekten und von der Leiterin der Akademie vorgestellt. Die Führung war sehr interessant und dauerte circa 90 Minuten.

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Daraufhin haben die Studierenden in Gruppen gearbeitet und Texte erstellt, die wir hier sehen:

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Palazzo Coccapani

Lust auf Geschichte in dem kleinen aber wunderschönen Modena? Wir empfehlen euch eine geheimnisvolle Ecke der Stadt, die voll kleiner Schätze ist. Ein versteckter Palast mit einer der aktivsten Akademien Italiens. Sie heißt Accademia Nazionale di Scienze, Lettere e Arti und hat ihren Sitz im Palazzo Coccapani, der im 16. Jahrhundert nach dem Willen der Familie Estense im gebaut wurde. Er liegt im heutigen Corso Vittorio Emanuele II.

Ursprünglich wurde der Palazzo als Botschaft benutzt, aber im Laufe der Jahre hatte er verschiedene Funktionen. Er bleibt unter der Besitz der Familie Estense (der damals Herzöge von Ferrara, Modena und Reggio Emilia) bis dem 18. Jahrhundert, als eine wichtige Persönlichkeit, und zwar der Marchese Paolo Rango D’Aragona, in den Besitz von dem Gebäude gelangte. Er änderte die architektonische Struktur des Gebäudes und verwandelte es ins Gebäude, das wir heute bewundern können. Das Gebäude zeichnet sich durch seine barocken und selbstgefälligen Dekorationen, wie die pompöse Treppe. Da es während der zweiten Nachkriegszeit Sitz der faschistischen Partei war, weist es auch Zeichen der faschistischen Zeit auf.

Der Palazzo Coccapani ist heute der Sitz der Accademia Nazionale di Scienze, Lettere e Arti. Die Accademia ist weltweit sehr aktiv und beschäftigt sich mit Zeitschriftaustausch mit aller Welt. Ihre Sammlung wird dank privater Spenden erweitert und aus diesem Grund besitzt sie verschiedene sehr seltene Werke.

Falls es jemandem gefällt, die Nase wörtlich in Bücher zu stecken oder falls man sich für historische Exemplare begeistert,  sollte man nicht vergessen, die Bibliothek des Palazzo zu besuchen. Hier kann man einzigartige Volumen und Manuskripte sowohl finden als auch lesen.

von Giulia Bedini und Pamela Pandolfi

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Der Coccapani Palast

 Wer sich in Modena befindet, denkt normalerweise nur daran, die Ghirlandina oder den Dom zu besuchen. Aber wenn man etwas Unkonventionelles von Modena besuchen möchte, soll man unbedingt den Coccapani Palast besuchen. Obwohl er in keinem Reiseführer erscheint, lohnt es sich zweifellos, ihn zu besichtigen. Der Coccapani Palast ist nämlich heute der Sitz der “Accademia nazionale di scienze lettere e arti”, aber seine Geschichte ist komplizierter, als man auf den ersten Blick denken kann. Er wurde im 17. Jahrhundert gebaut, aber im 18. Jahrhundert haben einige Maβnahmen ihm sein heutiges Aussehen gegeben. Nach verschiedenen Einigungsübertragungen wurde der Palast 1929 mit dem Namen „Palazzo del Littorio“ bis zum Ende des Krieges Sitz des faschistischen Partei.

In demselben Jahrhundert wurde der Palast von dem Marquis Paolo Rango d’Aragona als seine Vertretungssitz gewählt. Im ersten Stock wurden rauschende Feste organisiert, während das Erdgeschoss als Stall benutzt wurde und der zweite Stock war für das Personal zur Verfügung. Die Architektur und die Dekorationen spielten auch eine riesige Rolle: Die Prunktreppe sollte die Gäste beeindrucken, während die Deckendekoration den Raum erweitern sollte. In der vorherigen Etage ist noch heute die Akademie tätig. Sie wurde wahrscheinlich im Jahr 1683 mit dem Name “Accademia nazionale dei dissonanti” gegründet. Sie wurde vom Herzog geschützt und diese Unterstützung ist auch mit einem Este-Adler im Wappen dargestellt.

Aber warum wurde das Adjektiv „dissonant“ benutzt? Die Antwort ist eigentlich ziemlich durchschaubar: Da es in Modena noch keine Universität gab, trafen die meisten Gelehrten sich in dieser kulturellen Vereinigung, obwohl sie „dissonant“ waren. Sie suchten also eine Einigung von unterschiedlichen Klängen und Stimmen.

Die Akademie hatte im Lauf der Jahrhunderte verschiedene Sitze: Zuerst befand sie sich im Herzogspalast, dann im Collegio S. Carlo und letztlich im Palazzo Campori. 1944 wurde aber das Vermögen der Akademie, wie auch des Palastes selbst, von dem Krieg stark betroffen und geschädigt und die Suche nach einem anderen Sitz wurde deshalb unvermeidbar. Im Jahr 1946 zog die Akademie in den Palazzo Coccapani d’Aragona, dank ihrem Vorsitzenden Benvenuto Donati, der für einen neuen Sitz stark gekämpft hatte.

Schlieβlich soll man auch einen kleinen Vergleich mit der Biblioteca Estense in Modena anstellen. Obwohl letztere zweifellos gröβer und vollständiger ist, besitzt die Akademie einige Bände, die die Estense nicht hat, und das ist genau der Grund, weshalb sie heute so bedeutend und wertvoll ist. Heutzutage kann die Akademie wegen Platzmangels leider kein Buch mehr kaufen. Alle Zimmer sind nämlich voll von Büchern aller Art, die in hohen Bücherregalen angeordnet sind, aber das ist genau, was diesem Palast seinen Charme gibt.

Was soll man noch sagen? Vielleicht nur, dass jeder Tourist in Modena diesen Palast, seine Geschichte und seine Schönheit nicht unterbewerten sollte. Das wäre einer der gröβten Fehler seines Lebens.

  von Martina Poluzzi und Ilaria Iori 

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PALAZZO COCCAPANI – Modena

Entdecken Sie die Herrlichkeit des schönsten Palastes von Modena!
Der Palazzo Coccapani wurde im 16. Jahrhundert gebaut, als die Stadt begann, sich zu vergrößern. Der Palast befand sich an einem günstigen Standort und zwar in der Nähe vom Naviglio-Kanal, der ein guter Verbindungsweg war. Ursprünglich war  der Palazzo Coccapani Botschaft einiger Staaten, die bei dem Staat der Este ihren Sitz hatten. Der Palast verwandelte sich im 18. Jahrhundert: Als die Spanier ihn besaßen, wurde er schöner und wichtiger. In dieser Zeit entstanden die Freitreppe und die wunderbaren Salons, die noch heute durch eindrucksvolle Fresken gekennzeichnet sind. Im 18. Jahrhundert wurde der Palast mit dem gegenwärtigen Namen Coccapani bezeichnet, als er in den Besitz der Familie Coccapani überging.
Im Jahr 1683 wurde er Sitz der Accademia dei Dissonanti: Hier fingen literarische Persönlichkeiten wie Künstler und Dichter an, sich zu treffen, um verschiedene Meinungen miteinander auszutauschen. Das italienische Wort „dissonante“ stellt nämlich jemanden dar, der mit jemand anderem nicht einverstanden ist. Aus diesem Grund wurde die Akademie mit diesem besonderen Namen bezeichnet. Unter dieser Literaten gab es auch Lodovico Antonio Muratori, der einer der engagiertesten Intellektuellen des 17./18. Jahrhunderts war, und viele berühmte Werke wie Le Costituzioni (1731) veröffentlichte.
Die ursprüngliche Accademia dei Dissonanti heißt heute Accademia Nazionale di Scienze, Lettere e Arti di Modena: Die gegenwärtige Akademie wurde nach dem 2. Weltkrieg gegründet, als neue Mitglieder sich vereinten, um die literarischen Werke der alten Akademie zu sammeln und zu bewahren.
Heute gibt es eine wunderbare Bibliothek im Palazzo Coccapani: Hier können sowohl Studenten als auch TouristenOrignalwerke wiederfinden, und sich in diesem einzigartigen historischen Raum entspannen.
Besuchen Sie den Palazzo Coccapani in Modena: Sie werden von Geschichte und Bildung verzaubert sein!

von Flavia De Negri – Alessandro Ferraresi – Ivan Venturi